2008
Ein Traum: Schon bei der Anfahrt wurden wir belohnt! Sonne satt!
Mitten in einer idyllischen Landschaft lag es dann vor uns, Ribe!
Die wohl einzigartig, liebevoll rekonstruierten, wikingerzeitlichen Bauten des Handelsortes, bieten für unser Hobby die perfekten
Vorraussetzungen.
Vom Schmieden, Töpfern bis hin zum Lehmofenbauen konnten wir alles ausprobieren. Die sehr freundlichen Museumsmitarbeiter erklärten uns
bereitwillig, wie die einzelnen handwerklichen Tätigkeiten funktionierten.
Vom ersten Augenblick an wurde man in den Alltag eingegliedert und zum wohnen bekamen wir das Haus des Silberschmieds, ein Reed
gedecktes etwa 20m langes Wikingerhaus. Höhepunkt unserer Urlaubswoche waren dann, die abendlichen Feiern in der Methalle, am Feuer
sitzend und singend konnte man sich, nach ausreichend Met und Bier einfach in sein Fellpritschenbett zurückfallen lassen. Besser geht
es nicht!
Nach einer viel zu schnell vergangenen Woche, fragt man sich dann, ob man wirklich zurück will!
Wir entschieden uns noch bei der Abreise, im nächsten Jahr zurückzukehren. Das Museumsdorf möchten wir jedem nur weiterempfehlen.
Egal ob zum kurzen Besuch oder zum Ferienaufenthalt!
Es lohnt sich!
Claus
Nach Überstehen so mancher Hindernisse (das ganze Land schien sich auf Reisen begeben zu haben) bei der Anreise stand die Hauptmacht
von Fornjótr am Donnerstagabend erstmal vor verschlossenen Burgtoren und da man vergessen hatte, die Belagerungsgeräte und Sturmleitern
einzupacken blieb nur eines übrig: nämlich vor besagten Toren zu nächtigen.
Als anderen Tag die Tore aufschwangen, traf fast zeitgleich die Nachhut der Sippe ein, die es vorgezogen hatte, nochmals im warmen Lager
zu Hause zu schlafen und sich erst Freitags auf den Weg zu machen - die Sippe war der einstimmigen Meinung, dies sei die bessere Idee
gewesen und dies für das nächste Mal grundsätzlich so zu handhaben.
Das Lager war fix aufgebaut und wie immer waren der Bernsteinring und die Solheim-Sippe unsere unmittelbaren Nachbarn - für gute Stimmung#
war also gesorgt.
Aufgrund der Temperaturen waren bei der Kleidung meist mehrere Lagen Wolle angesagt - und Freitagabend ging leichter Hagel auf das Lager
nieder, mittels dem gleich die erste Schneeballschlacht ausgetragen worden ist; daß dabei in Pawels Lager eine Flasche zu Bruch ging,
wurde als Kollateralschaden eingestuft.
Samstagmorgen kam dann so richtig Schnee herunter - innerhalb weniger Stunden lagen über 15cm Schnee! - Schneeballschlachten mit laufend wechselnden Koalitionen, Rutschpartien und überdehnte Bänder bei Teufel die Folge ... Sonntagabend fielen die Temperaturen auf knackige -10° C.
Fazit: Das erste Schneelager, gute Stimmung und Feiern mit den Solheimern und Bernsteinringlern - Blankenburg war wieder ein rundum gelungener Auftakt in die Saison 2008; Danke und viele Grüsse von uns nochmal an unsere Freunde der beiden Sippen!
Thrym
2007
Abschlußlager im eisenzeitlichen Gehöft Ratingen 2007
An einem sonnigen eiskalten Novembertag bauten wir unser kleines Lager im Eisenzeitlichen Gehöft auf, das Haupthaus wurde bezogen, ein
Feuer gegen die Kälte entfacht und der erste Met geöffnet.
Die Atmosphäre konnte nicht besser sein, gegen Abend streckte Gevatter Frost seine Hände nach uns aus - sternklare Nacht zu Feuerschein.
Tagsüber nutzten wir die Gegebenheiten vor Ort: backten Brot im Lehmofen, vergnügten uns mit Speer- und Axtwerfen und es wurde verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten nachgegangen ...
Mit Fortschreiten des Tages rückte der Höhepunkt des Lagers näher, es galt unseren Fyrd in die Sippe aufzunehmen.
Der Scheiterhaufen wurde entfacht und nun lag an der Sippe, eine Entscheidung zu fällen: Aufnehmen oder nicht? – Aufnehmen lautete die
einstimmige Entscheidung!
Sonntags bekamen wir Besuch von unserem Seelenfänger und was dabei herauskam, könnt Ihr Euch auf den Bildern selbst ansehen.
Michael, danke für Deine Mühe, uns hat es Riesenspaß gemacht!
Hraudnir
Bisher hatten wir nur viel gehört und viele tolle Bilder gesehen - als wir dann unsere Einladung nach Eu bekamen, waren wir
begeistert! Wir waren dabei, in EU 2007: gefeiert, gekämpft und abgesoffen!
Die Erwartungshaltung war hoch, doch sie wurde mehr als nur übertroffen!
Gut gelaunt packten wir unsere Wagen und fuhren los in Richtung Frankreich. Der Aufbau verlief problemlos, unser Lagerplatz lag direkt am Schloßsee. Die erste Überraschung: unmittelbar hinter unserem Lager bauten die Mitarbeiter der Stadt Eu ein Wikingerboot auf. Perfekt!
Die Stimmung war bestens, so daß man allabendlich von einem berauschenden Fest ins nächste stürzte. Sprachbarrieren fielen schnell,
nach 2 Wochen kannte man jede Menge Wikinger, Normannen, Templer und allerhand anderes Volk.
Die Veranstalter gaben sich alle Mühe, durch diverse Handlungspunkte alle Aktiven zusammenzubringen.
Egal ob durch eine total abgedrehte Frauenolympiade, den besten Männerspielplatz aller Zeiten, die Motte, oder einfach durch das
gemeinsame Freibier am Abend.
Das Wetter blieb uns die ersten 1 ½ Wochen treu, dann allerdings kam der Wolkenbruch. Irgendwer vergaß am vorherigen Abend, Thor sein
Opfer zu bringen, beim Aufwachen vermischte sich das Donnergrollen des eigenen Kopfes mit Wolkenbrüchen. Beim Herausspähen aus den
Zelten sahen wir ein Bild des Grauens!
Die Wiese eine Ansammlung von Bachläufen, auf der sich Alle die Schöpfeimer von Hand zu Hand reichten und die Templer bewiesen haben,
wie fähig sie in Sachen Pionierarbeit sind!
Eins war sicher, wir waren nicht die Schuldigen, Thor hatte uns verschont und uns auf "Dryland" belassen.
Abends konnten fast alle wieder lachen und das Fest ging weiter!
Unser Fazit: "Danke an Alle - Orga, Stadt und die Aktiven - für die tolle Zeit und wenn es wieder heißt ab nach EU, sind wir dabei!"
Hraudnir
... die Viking Week im Archeon kann ich nur empfehlen (rechtzeitig anmelden).
Der Platz: sehr sehr schönes Freilichtmuseum mit viel Liebe zum Detail, überwiegend in Handarbeit, erbaut - d.h. Holz möglichst nach
alter Väter Sitte behauen und verarbeitet etc.
Die Verpflegung: frei, das Vorratshaus jedem Teilnehmer rund um die Uhr zugänglich, keine Rationierung (Vernunft der Teilnehmer wird
hier vorrausgesetzt), alkoholfreie Getränke frei, sogar Kaffee und Kakao. Am Samstag Abend gabs ein Bankett für die Teilnehmer mit jeder
Menge Salaten, Brot, Spare-Ribs und gebratenen Hühnchen, nebst freien Getränken (non Alkoholika -> Saft, Cola, Wasser, sowie Freibier
und Wein).
Die Händler: gute bis sehr gute Qualität, kein GroMi-Scheiß, oder Gothic-Kram
Die Schlacht(en): mehr oder weniger abgesprochene Szenarien, eher unspassig.
Die Circles: die Qualität der Kämpfer (einige wenige Anfänger): Mittelklasse und Oberklasse, dazu 1 Unsterblicher *gg*
Die Teilnehmer: Laurenz, Honk, Christian von Reenactors, Joms-Deutschland fast komplett wie ich meine, Joms-Polen, Joms-Dutch, einige
Belgier, Franzosen, Holländer und einige deutsche Reenactors, die uns von den einschlägigen deutschen Märkten bekannt sind.
Fazit: Archeon ist ne Reise wert, meiner Ansicht.
Skjöld
In aller Frühe starteten Stefan und ich Dienstagmorgens in Richtung Dänemark und bis auf eine Pause von 10min begleitete uns Regen auf der
ganzen Strecke - wie sich erweisen sollte, zeigte Thor großes Interesse an Moesgard und war bis Samstag unser ständiger Begleiter.
Auf dem Lagergelände angekommen ging es erstmal zur obligatorischen Begrüßungsrunde, die uns auch gleich auf die Bodenverhältnisse einstimmte,
die in den kommenden Tagen auch nicht besser werden sollten - Moesgard 2007 sollte sich den Namen Mudgard redlich verdienen.
Aufbau erfolgte dann im Nieselregen, zumindest aber hatten wir Glück mit dem Platz für das Zelt, der ziemlich trocken war, da direkt
unter einer großen Buche gelegen - und nachdem alles aufgebaut und im Zelt verstaut war, ging sich alles gleich viel gelassener an.
Von Mittwoch an war bis zum Wochenende ab Mittags jeden Tag Training angesagt, was allein schon aufgrund der vielen Kämpfer ne Menge Spaß
gemacht hat, Abends stand meist ein Ausflug ins Viking Inn an ... zusätzlich feierte ASK sein Jubiläum und Svart hatte Geburtstag und
schmiß eine Fete
Die freundschaftliche Atmosphäre in Moesgard war vom feinsten und wo es mit der sprachlichen Verständigung ab und an mal haperte, halfen
Hände und Füße beim gestikulieren weiter - dazu noch der praktische Teil in angewandter Archäologie (bauen von Knüppeldämmen, damit man
statt bis zum Knie wenigstens nur noch bis zu den Knöcheln auf den Schlammwegen einsank); Herz, was willst Du mehr.
Samstag und Sonntag fanden dann die 4 Schlachten statt, von denen unsere Seite (neben uns von Einwic & Friends u.a. die Spearcoast, die Isländer, Peruna
aus Polen etc.) zwar die ersten 3 verloren hat; aber dafür hat die 4. Schlacht alles herausgerissen: Dauer über 25min!
Dank besserer Taktik, inkl. deren Umsetzung, hat der Gegner die ersten 3 Schlachten verdient gewonnen; allzu genickt waren wir aber nicht:
wir haben unser Bestes gegeben und hatten keine Probleme, die gute Leistung unserer Gegner anzuerkennen ... abgesehen davon: allein der Anblick
von fast 400 Kämpfern auf dem Schlachtfeld war irre und allein schon die Reise wert.
Fazit: Moesgard war klasse, wir haben jede Menge Leute kennen- und schätzengelernt, die Kämpfe waren pures Adrenalin und trotzdem fair (Ausnahmen gibt es immer und überall) und nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei, das steht fest.
Thrym
Neustadt-Glewe war genial, die Stimmung im FrühMi-Lager prächtig - und bis auf ein paar Tropfen Regen am Donnerstagabend,
brannte die Sonne durchgehend auf uns nieder und beschehrte uns ab der Mittagszeit fast 40°C auf dem Kampffeld - bei vollem
angelegten Ornat floß der Schweiß bei den insgesamt 4 angesetzten Schlachten am Samstag und Sonntag entsprechend in Strömen
und man hatte den Eindruck, das Wasser schösse schneller aus sämtlichen Poren heraus, wie man es oben in sich hineinschütten
konnte.
Glücklicherweise floss die Elde direkt neben unserem Lager vorbei und wurde ausgiebig genutzt, sich wieder abzukühlen.
Während wir Donnerstagabend noch selber das Feuer anwarfen, um uns Stücke von totem Tier darauf garzubrutzeln, buchten wir beim Freitagsfrühstueck bei Saeta die Vollverpflegung für die Zeit bis Sonntagmittag - das Essen, was Saeta und ihre Helferlein auf den Tisch brachten, war einfach mal megalecker und mehr als reichlich ... selbst Sonderwünsche wie Senfeier wurden erfüllt (da läuft einem jetzt noch das Wasser im Munde zusammen *gg*).
Die Schlachten waren einfach mal der Hammer und trotz der Tatsache, daß außer Gesicht, Hals und Füssen alles Trefferzone war,
gab es nur wenige und dann zum Glück kleinere Blessuren ... sprich alles lief safe ab und Spaß gemacht haben die Kämpfe
allemal.
Selbst zur letzten Schlacht am Sonntagnachmittag traten noch etwas mehr als 40 Krieger auf beiden Seiten an;
der zuvor befürchtete "Schwund" hielt sich also in recht engen Grenzen, auch wenn viele am Sonntag abreisen wollten
(mußten) und auch wir ja noch über 500km Heimfahrt vor uns hatten.
Der Abbau ab 18:00 verlief dann auch recht fix - die Abschiedsrunde durch die vielen Lager dauerte da fast schon länger und damit war NG auch leider schon wieder viel zu schnell vorbei ... aber nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei, das steht fest!
Thrym
Burg Regenstein, Blankenburg (Harz) 2007
2006
Tannenberg
Keltendorf Altburg
Dueren
Obermoschel
Osnabrück
Morbach
Freienfels
Moesgard 2008
Trelleborg
Ribe 2008
Blankenburg 2008
Eu 2007
Archeon 2007
Moesgard 2007
Neustadt-Glewe 2007
Freienfels 2007